Zwei Drittel der Bevölkerung sind der Meinung, dass Österreich auf eine älter werdende Gesellschaft schlecht vorbereitet ist, 56% sagen, dass ihre Lebenssituation im Ruhestand einmal schlechter sein wird, als die der Menschen, die heute in Pension sind - an eine Verbesserung glauben nur 4%.

Uneingeschränktes Vertrauen beim Thema Leben im Alter gegenüber Politik und Institutionen ist bei den ÖsterreicherInnen nur gering vorhanden. So das Ergebnis der aktuellen Silver Living Studie "Herausforderung Alter, Politik und Institutionen", die dieser Tage veröffentlicht wurde. Das relativ größte Vertrauen, hinsichtlich guter Vorschläge und richtige Maßnahmen zum Thema, bringen die Befragten den Seniorenverbänden (acht bzw. 50 Prozent vertraue sehr/eher schon) und der Arbeiterkammer (elf bzw. 42 Prozent vertraue sehr/eher schon) entgegen. Der Seniorenrat (zu dem allerdings ein Fünftel keine Angaben machen kann) sowie die Gewerkschaft folgen dahinter. Am geringsten ist das Vertrauen in politische Parteien, in die PolitikerInnen im Nationalrat und in die Bundesregierung.

„Bis  2030 werden rund 23 Prozent der österreichischen Bevölkerung älter als 65 Jahre alt sein“,  erklärt Walter Eichinger, Geschäftsführer Silver Living, der Marktführer im freifinanzierten Wohnbau für Seniorenwohnanlagen in Österreich. „Derzeit sind es nur 18,5 Prozent und bis 2040 steigt dieser Anteil auf 26 Prozent. 2015 waren rund 450.000 ÖsterreicherInnen pflegebedürftig, für 2050 werden in etwa 750.000 erwartet.“ Eichinger erwartet zudem eine stark wachsende Nachfrage bei Betreutem Wohnen: „Derzeit gibt es einen Bedarf von 70.000 Betreuten Wohnungen, dem gegenüber ein Angebot von 13.600 Wohnungen steht. Bis 2028 werden aber rund 100.000 Einheiten benötigt werden. Bei einem durchschnittlichen Investitionsvolumen von 157.000 Euro pro Wohnung bedeutet dies bis 2028 einen Investitionsbedarf von rund 14 Mrd. Euro. Schon allein aufgrund der demografischen Entwicklung wird die Politik nicht umhinkommen verstärkte Anstrengungen zu setzen.“ Zudem stehe die Politik vor der Herausforderung, dass in den nächsten Jahren ein Mangel an qualifizierten Fachkräften in der Pflege und Betreuung droht. Gründe genug, dass das Thema „Herausforderung Alter“ an vorderster Stelle bei den Verantwortlichen gerückt wird. 

Durchgeführt wurde die Studie von Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier, Geschäftsführer des Instituts für Strategieanalysen: „Im politischen Bereich genießen LokalpolitikerInnen mehr Vertrauen als PolitikerInnen auf Bundesebene, beide Werte bleiben allerdings klar unter 50 Prozent (vertraue sehr/eher schon). Ältere Personen äußern im politischen Bereich und gegenüber Kirchen mehr Vertrauen, jüngere vertrauen eher der Gewerkschaft. Der Seniorenrat ist unter beiden Gruppen in gleichem Ausmaß bekannt bzw. unbekannt.“ 

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